Ankommen im Kindergarten Arche Noah

…eine Reise von 1000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt…

Der ersten Kindergartentag und die sich daran anschließende Eingewöhnungszeit sind bedeutsam für die gesamte Kindergartenzeit eines Kindes. Wir nehmen uns Zeit für Kinder und Eltern, denn Ankommen und sich Wohlfühlen braucht Zeit.
Im Kindergarten Arche Noah bestimmt das Kind das Tempo seines Ankommens selbst.
Das Kind gewöhnt sich selbst ein!
Bereits im Aufnahmegespräch tauschen wir mit den Eltern Informationen über den neuen Lebensabschnitt aus. Optimaler weise ist es den Eltern möglich, ihr Kind selber in die neue Kindergartenwelt zu begleiten, aber zumindest zu gewährleisten, dass eine dem Kind vertraute Bezugsperson mit ihm die ersten Schritte in den Kindergarten geht. Für uns ist es wichtig zu wissen, welche Übergangserfahrungen das Kind bereits erlebt hat, wie Kind und Eltern diese Phase empfunden haben, was gut geklappt hat und was schwierig war. Bei einem Informationselternabend vor dem ersten Kindergartentag stellen wir noch einmal in der Runde unser Eingewöhnungskonzept vor und beantworten weitere Fragen der Eltern. Ebenso geben wir an diesem Abend die Gruppenzugehörigkeit bekannt und stellen den Eltern die Kolleginnen vor. Zudem nehmen die Eltern den Gruppenraum ihres Kindes in Augenschein, schauen sich um und gewinnen einen ersten Eindruck. Auf Gruppenebene werden weitere Informationen ausgetauscht und Fragen beantwortet.
An diesem Abend erhalten die Eltern für ihr Kind eine Einladung zu einem ersten Besuch im Kindergarten. Diese Einladung wird von den Kindern der Gruppe gestaltet und ausgesprochen. Unmittelbar vor den Sommerfeien kommt dann jedes neue Kind für eine Stunde in Begleitung der Eltern in den Kindergarten.
Nach den Ferien beginnt dann die Grundphase (Dauer 3 Tage) der Eingewöhnung. Jedes Kind kommt zu einer bestimmten Zeit für 1,5 Stunden mit einer Bezugsperson in den Kindergarten. Die Erzieherinnen bleiben beobachtend im Hintergrund während Mutter/Vater noch die ersten Ansprechpartner für ihr Kind sind. Ebenfalls werden Pflegroutinen zunächst noch von den Eltern verrichtet, etwas später von der Erzieherin begleitet, damit sie die Gewohnheiten der individuellen Pflege kennenlernt, um dann später übernommen werden zu können.
Die Grundphase dient neben dem Ankommen und Vertrautwerden für Kinder und Eltern uns Fachkräften dazu, einschätzen zu lernen, wann und wie der erste Trennungsversuch von Kind und Bezugsperson stattfinden kann. Für wenige Minuten verlässt die Bezugsperson in Absprache mit der Erzieherin den Gruppenraum. Je nach Gelingen kann die Trennungszeit dann in den nächsten Tagen ausgebaut werden, wir nennen dies Stabilisierungsphase, bis das Kind voller Vertrauen und Freude selbständig im Kindergarten verbleibt.
Die Gestaltung einer vertrauensvollen Beziehung von Anfang an gehört für uns zu den grundlegenden Prinzipien unseres alltäglichen Handelns.